Hauptgericht, herzhaftes Gebäck, Vegetarisch

Handbrot mit Champignons

IMG_2997
Bald steht wieder Rock im Park an und wir fahren wie jedes Jahr mit einer großen Gruppe dorthin. Im Vorfeld gab es natürlich einiges zu klären und so luden wir am Freitag die gesammelte Mannschaft zu uns in den Garten ein. Die Wahl für das Essen, das es geben sollte, war schnell gefallen: Dresdner Handbrot, ein echter Klassiker unter den „Festival-Gerichten“ und sicherlich bei vielen bekannt.
Unser Küchenfenster wurde kurzerhand zur Handrot-Ausgabe

Das beste Handbrot aller Zeiten?

Weil wir unbedingt das beste Handbrot aller Zeiten backen wollten haben wir im Vorfeld schon zwei andere Rezepte – mit mäßigem Erfolg – getestet. Das Ergebnis war jedesmal lecker und essbar, aber diese unschlagbare Kombination aus weicher, saftiger Krume, krosser Kruste und herrlich schmelzendem Käse haben wir irgendwie noch nicht hinbekommen.
Bis wir dann auf DAS Rezept schlechthin stießen, dass ich euch jetzt verrate. Das Original geht auf Lutz vom Plötzblog zurück, ich habe es aber etwas abgeändert, weil mir der Teig zu flüssig war. Hier also das leicht bearbeitete Rezept, es reicht für einen Strang (5 Handbrote).
  •  400g Dinkelmehl 1050
  • 100g Dinkelvollkornmehl
  • 100g gekochte, geschälte  und zerdrückte Kartoffeln (mehlig kochend)
  • 230-250g Wasser
  • 8g frische Hefe
  • 10g Salz
  • 200g geriebener Gouda
  • 150g Champignons, kleingeschnitten
  • 200g Schmand
  • frischer Schnittlauch
Zunächst alle Zutaten bis auf das Salz für 6 Minuten in einer Küchenmaschine auf niedriger Stufe kneten. Das Salz hinzufügen und nochmal 2 Minuten kneten. Eine Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen, dann für 24h in den Kühlschrank.
Am nächsten Tag den Backofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig auf eine Größe von 50x25cm ausrollen. Den Käse und die Champignons der Länge nach mittig auf dem ausgerollten Teig verteilen, am besten direkt in kleinen Häufchen. Dann die Seiten über die Füllung schlagen, erst die kurzen dann die langen. Nun den gesamten Strang auf das Blech umdrehen, sodass der Verschluss unten liegt. Mit einem bemehlten Kochlöffel die einzelnen Brote abdrücken und quer bis zur Füllung einschneiden und 30 min gehen lassen.
Bei uns sieht das dann so aus. Wir haben hier die 3-fache Menge auf einem Blech.
Nun kommt das Ganze für ca. 25-30 min in den Ofen, nach etwa 10 min. stellt ihr die Temperatur auf 230 °C zurück und sprüht mit einem Wassersprüher ein paar mal in den Ofeninnenraum. So entsteht Dampf, der später wiederum für eine schöne Kruste sorgt. Fachsprachlich nennt man das auch „Schwaden geben“.
So ist sie Bräunung optimal, wenn es bei euch früher so aussieht – raus damit aus dem Ofen. Verlasst euch auf euer Gefühl.
Das Handbrot wird dann mit einem Klecks Schmand und frischem Schnittlauch serviert, sobald es ein wenig abgekühlt ist und man es in der Hand halten kann. Daher ja auch der Name.

 

 

Das Rezept ist wirklich genial. Der Kartoffelteig ist wahnsinnig saftig und hat die perfekte Kruste. Alle unsere Gäste haben sich noch Nachschlag geben lassen, das spricht ja wohl für sich :)
Lasst es euch schmecken!
Soviel Zeit muss sein: 1,5 Stunden + 24 Stunden Gehzeit | reicht für 2-3 Personen

Dir könnte auch gefallen

1 Kommentar

  • Reply Rock im Park 2015: vegan-vegetarisch unterwegs | Lea liebt's lecker 4. Juli 2015 at 1:09

    […] hatten das Handbrot ja deshalb bereits bei unserer Vorbesprechung selbst gebacken, den Post dazu findet ihr hier (unser selbstgebackenes war tatsächlich besser, wie alle bestätigt haben die den Vergleich […]

  • Hinterlassen Sie einen Kommentar

    %d Bloggern gefällt das: